Die Gefährdungsbeurteilung mit Risikobewertung

Was ist eine Gefährdung ?
Eine Gefährdung bezeichnet die Möglichkeit eines Schadens oder einer gesundheitlichen
Beeinträchtigung ohne bestimmte Anforderungen an deren Ausmaß oder Eintrittswahrscheinlichkeit.

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung ?
Die Gefährdungsbeurteilung ist die systematische Ermittlung und Bewertung relevanter Gefährdungen der Beschäftigten mit dem Ziel, die erforderlichen Maßnahmen für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit festzulegen.

Wie muss eine Gefährdungsbeurteilung dokumentiert werden ?
Die Dokumentation gemäß § 6 Arbeitsschutzgesetz erfordert keine bestimmte Art von Unterlagen. Es kann sich um Unterlagen in Printform (Papierform) oder oder aber auch in Form von elektronisch gespeicherter Dateien (digitalisiert) handeln. Aus der Dokumentation muss aber stets erkennbar sein, dass die Gefährdungsbeurteilung durchgeführt wurde.
Die Unterlagen müssen Angaben zu dem Ergebnis der jeweiligen Gefährdungsbeurteilung, zur Festlegung der erforderlichen Arbeitsschutzmaßnahmen sowie zu den Ergebnissen der Überprüfung der durchgeführten Maßnahmen enthalten.

Welche Gefährdungsfaktoren gibt es ?
Mechanische Gefährdungen wie Sturz oder Absturz, Elektrische Gefährdungen, Gefahrstoffe, Biologische Arbeitsstoffe, Brand und Explosionsgefährdungen, Thermische, physikalische Einwirkungen wie zum Beispiel Lärm. Arbeitsumgebung, Physische Belastung, Arbeitsschwere, Psychische Faktoren usw..

Wie fängt man mit einer Gefährdungsbeurteilung an und welche Schritte gibt es ?
1. Festlegen von Arbeitsbereichen und Tätigkeiten
2. Ermitteln der Gefährdungen
3. Beurteilen der Gefährdungen
4. Setzen von Schutzzielen
5. Entwickeln von Maßnahmenalternativen
6. Auswählen einer oder mehrere Maßnahmen
7. Durchführen der Maßnahmen
8. Wirksamkeitskontrolle
9. Dokumentieren und Fortschreiben

Wann ist eine Gefährdungsbeurteilung fertig ?
Muhlis Sahin, bildet Personen im Bereich der Arbeitssicherheit aus und berät unternehmen als externer Fachkraft für Arbeitssicherheit. So zitiert Muhlis Sahin “Eine Gefährdungsbeurteilung ist nie fertig. Lediglich ist eine Gefährdungsbeurteilung ein Prozess und muss immer widerkehrend kontrolliert werden, ob es wirksam ist, um ggf. weitere Schutzmaßnahmen einzuleiten und diese zu dokumentieren.”

Für welche Bereiche, Prozesse, Tätigkeiten usw benötigt man eine Gefährdungsbeurteilung ?
Für Biologische Arbeitsstoffe, Gefahrstoffe, Verfahren, Arbeitsmittel. Tätigkeiten, physikalische Einwirkungen sowie gemäß Mutterschutzgesetz und Pschychische Belastungen benötigt man eine Gefährdungsbeurteilung.

Wie ermittelt man den Risikowert ?
Risiko = Schadensausmaß x Eintrittswahrscheinlichkeit des Schadens. Bei der Bewertung gibt es viele verschiedene Methoden und Instrumente. In der Industrie kommt oft das Risikomatrix unterteilt in Risikogruppen z.B. nach Ampelsystem zum Einsatz.

Welche mechanischen Gefährdungungen gibt es ?
Klemmen, quetschen, scheren, schneiden, abschneiden, stechen, stoßen, treffen, erfassen, einziehen, fangen, kippen, spritzen, sprühen, scheuern, schürfen, eingeschlossen werden usw…

Welche Elektrische Gefährdungen gibt es ?
Körperdurchströmung, Lichtbögen, Elektrostatische Entladung, Folgevorgänge wie Wärmestrahlung, Hitzeentwicklung, Knall, wegfliegende Teile, Schreck, Sturz.

Welche Thermische Gefährdungen gibt es ?
Verbrennen, verbrühen, Thermische Stahlung Kälte, Wärme.

Welche Klimatische Gefährdungen gibt es ?
Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Zugluft.




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